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            Ägypten 2013

 

 

Ägyptenurlaub 2013

 

 

Hotel “Sheraton Soma Bay Resort”, Soma Bay, Safaga   (05.06. - 19.06.2013)

(Englische Version / English Version)

Hotel

- Die Architektur dieses Hotels ist ganz eindeutig durch die Tempelanlage von Karnak in Luxor beeinflußt.
Schon die Einfahrt und die von großen Steinfiguren gesäumte Allee zum Hotel legt darüber Zeugnis ab. Ebenso das Hauptgebäude und die Haupthalle mit ihren riesigen Säulen. In Nischen der beiden Nebenflügel finden sich zwei riesige Steinfiguren (wohl Pharaonen), die über zwei Stockwerke reichen. Dieser Baustil setzt sich auch im Poolbereich fort, wo sich zwei große Sphinxen und vier Säulen präsentieren. Alles in allem eine sehr imposante Anlage.

- Nur ein Geldautomat (EC- oder Kreditkarte) in der Lobby, der Pfund-Noten ausgibt. Geldwechsel von großen Banknoten in kleine Banknoten nur schwer bzw. gar nicht möglich (kaum Bargeld an der Rezeption). Wer, wie wir, mehrmals am Tag Trinkgelder verteilt,
hat dafür gerne 10-Pfund-Noten in der Tasche. Also ist ein Geldwechsel schon am Flughafen angeraten. Hier könnte seitens der Hotelleitung nachgebessert werden.

- Keine typischen farbigen Touristenarmbänder. Stattdessen werden dem Gast Quittungen zur Unterschrift vorgelegt, sobald die Bediensteten ein AI-Getränk (z.B. tagsüber an den Bars) bzw. eine AI-Mahlzeit (Mittagessen im "Copper Crescent Restaurant") ausgeben (für AI-Gäste sogenannte "Null-Quittungen".). Zu Anfang mag das der eine oder andere lästig finden, aber man hat sich schnell daran gewöhnt. Und wir nehmen das gerne in Kauf, wenn wir dafür keine bunten "Erkennungsmarken" tragen müssen.*****

- Sehr kinderfreundlich, für Rollstuhlfahrer geeignet. *****
Der Umgang mit Kindern durch die Angestellten war, soweit wir das beobachten konnten, immer sehr freundlich. Zu einer eventuell angebotenen Kinderbetreuung können wir allerdings keine Aussage machen, weil nicht darauf geachtet haben.
Rollstuhlfahrer haben in diesem Hotel kein Problem damit, überall hin zu kommen. Alle Treppen im Außenbereich verfügen über zusätzliche Rampen, und im Innenbereich gibt es einen Fahrstuhl.

- Die Anlage mag zwar sichtlich in die Jahre gekommen sein, aber sie ist sehr gepflegt und sauber. Täglich sieht man die fleißigen Angestellten beim Wässern und Entlauben der Grünanlage, die Pools werden täglich gereinigt und ebenso der Strandbereich.
Da in unserem Reisezeitraum starker bis heftiger Wind vorherrschte, war es natürlich nicht zu vermeiden, daß immer wieder Laub in den Pools landete. Das ist jedoch kein Kritikpunkt für uns, weil das niemand wirklich vermeiden kann, egal wieviele Sterne das Hotel hat.

- Ebenfalls kein Kritikpunkt sind die kleinen Vogelschwärme (ca. 15-20) bei den Mahlzeiten im Freien. Es sind wohl Finken oder Spatzen (o.ä.). Diesen sind wir bist jetzt in jedem Hotel begegnet, das wir besucht haben. Und sowas läßt sich auch nicht wirklich verhindern, vor allem, wenn im Freien gespeist wird. Natürlich landen sie auf den (leeren) Tischen und suchen nach Futter oder zerrupfen Servietten.
Und natürlich könnte man sie verscheuchen, aber damit wäre ein Angestellter ununterbrochen beschäftigt - solange das Buffet dauert (Frühstück 6:30-11:00). Also nehme ich lieber diese kleinen Räuber in Kauf, als einen ständig zwischen den Tischen umherwuselnden Bediensteten.

- Der Internetzugang auf dem Zimmer ist mit 19 € pro Tag eindeutig zu teuer. Wer sitzt schon den ganzen Tag am Rechner, wenn er Urlaub macht? - Dann lieber an der Rezeption 1 Stunde für 3 € kaufen und diese an einem der drei Computer in der Lobby nutzen.
Das reicht völlig aus, um Emails zu checken.

- Die vertretenen Nationalitäten sind gemischt, wobei wir die italienischen und einheimischen Gäste als dominant empfanden, weil sie stärker auffielen - bei den Mahlzeiten, am Pool und am Strand. Sie hoben sich zwar von der Masse ab, wirkten aber nicht störend.

- In der gesamten Hotelanlage entsteht nie der Eindruck von typischem Massentourismus. Es mutet eher wie eine große Familie an. Dafür sorgt nicht zuletzt das immer freundliche und zuvorkommende Personal - vor allem die unteren Ränge *****.


Lage

- Das Areal der sogenannten "Soma Bay" ist ein abgeschotteter Bereich. Er besteht aus den fünf Hotels "Robinson Club", "Kempinski", "La Résindence des Cascades", "The Breakers Diving & Surfing Lodge" sowie dem "Sheraton" (siehe auch auf Somabay.com).
Außerdem entstehen hier zwei Areale mit "Bay Villas", einem "Six Star Hotel & Resort Housing" und in Zukunft ein weiteres 5-Sterne-Hotel zwischen dem Sheraton und dem Robinson Club.

- Durch die Abgeschiedenheit dieses gesamten Areals, sind die Shoppingmöglichkeiten äußerst eingeschränkt.
- Nächste Shopping-Gelegenheit in der Marina (neben dem Kempinski gelegen) und durch regelmäßigen offenen Shuttle vom “Breakers” aus vorbei am “Sheraton” und “Robinson” erreichbar. Er pendelt täglich von 14-17 Uhr alle 10-15 Minuten. Wer an die Marina will, muß aber nicht unbedingt bis zum Breakers laufen, um den Shuttle zu besteigen. Es reicht völlig aus, ihm auf seinem Weg per Handzeichen zu signalisieren, daß man mitfahren möchte. An der Marina findet man die üblichen Souvenier- und Bekleidungsshops - mehr nicht.
- Eine andere Möglichkeit bietet die Senzo-Mall. Für 15 € p.P. kommt man hin und zurück und hat dann zwei Stunden Zeit, seine Einkäufe zu erledigen. Hier gibt's einen sehr gut bestückten Supermarkt ("Spinney's") diverse Bekleidungsläden mit echter (und teurer) Markenware, Bars und Restaurants, eine Bank, eine ebenfalls sehr gut bestückte Apotheke, einen Vodafone-Shop und weiter diverse Shops.
Zum Einkaufen ein echtes Prachtstück, wo zwei Stunden u.U. zu wenig sind.
- Die dritte Möglichkeit zum Shoppen ist der in allen Hotels angebotene Ausflug nach Hurghada. Der ist mit 25 € p.P. hin und zurück schon teurer.
- Die vierte und letzte Möglichkeit wäre ein Trip nach Safaga. Der Preis hier für ist aber fast unbezahlbar. Die Kosten betragen 25 € p.P. hin und 25 € p.P. zurück. Bei zwei Personen sind das stolze 100 € [(2 x 25 €) x 2].
- Die angegebenen Fahrtzeiten sind nur "Richtwerte", weil sie in aller Regel unterschritten werden. In der Senzo-Mall waren wir beispielsweise in weniger als einer halben Stunde.
Für die Abgeschiedenheit des gesamten Soma Bay Areal sind allerdings nicht die Hotelangestellten verantwortlich, sondern eher die Erbauer bzw. Betreiber. Sie hätten schon bei der Planung für naheliegende Shoppingmöglichkeiten sorgen müssen. Die Shops in der Marina reichen unseres Erachtens bei weitem nicht aus.


Gastronomie

"L'Abydos Brasserie Restaurant"  (Main-Restaurant) ******
Frühstücksbuffet:
- reichlich frisch gepresster Orangensaft, Grapefruit-Saft, Wasser- und Honigmelonen, Weintrauben, Pflaumen, Kiwis, Pfirsiche und anderes Obst. Wir haben zwar nicht mitgezählt, aber mindestens dreimal in der Woche gab es sogar Erdbeeren zum Frühstück. Und das ist uns bisher in keinem anderen Hotel untergekommen *****.
- eine kleine Auswahl an heißen Gerichten und eine große Theke mit Süßspeisen, wie Kuchen und Teilchen,
- immer Pancakes, Omlettes, Rühreier, Spiegeleier, gekochte Eier und die Möglichkeit, sich seine Frühstückseier selber zu kochen.
- Brotaufstriche wie Nutella und Marmelade,
- reiche Auswahl an Müslis u.a. Cerealien, frischen Filterkaffee und Tee, ein Toaster zum Selbertoasten,
- ein großer Nescafe-Automat bietet Espresso, Latte Macchiato, Cappuchino u.a.,
- diverse Joghurtsorten und separat Früchte, um sich sein Joghurt selbst zuzubereiten.
- auf dem Frühstückstisch findet sich ein täglicher "Newsletter", in welchem eine Wettervorhersage für den aktuellen und den folgenden Tag abgedruckt ist. Darüber hinaus stehen hier Informationen über das tagesaktuelle Abendprogramm, Gymnastik, Wassersportaktivitäten, Ausflüge und anderes.
- der angesprochene Filterkaffee und Tee, werden von einem Angestellten direkt am Tisch ausgeschenkt und mitunter so schnell nachgefüllt, daß eine Tasse kaum die Möglichkeit hat, leer zu werden *****.

Abendbuffet:
- im 10-tägigen Rhythmus wechselndes Themen-Buffet
- in einem kleinen Außenbereich des Restaurants gibt's jeden Abend Gegrilltes.
- großes Salatbuffet, zusätzlich kann sich der Gast an einer separaten Theke seinen Salat aus einer reichen Auswahl von Zutaten (Kopfsalat, Tomaten, Paprika, Wurst, Käse etc.) und Dressings selbst zusammenstellen,
- immer Eis für Groß und Klein (Erdbeer, Mango, Schoko und Vanille) mit 4 Soßen nach Wahl.

"Copper Crescent Restaurant" (Grill-Restaurant) *****
- üppige Speisekarte (Pizzen, Nudelgerichte, Fleischgerichte, Fischgerichte, Salate, Eis, Getränke etc.)
- üppige Portionen (Burger sind z.B. größer als der größte von McDonalds oder Burgerking),
- sehr lecker, alles frisch zubereitet

"Sea Breeze Bar" (Strandbar) *****
- Getränke werden auch am Strand serviert - direkt an die Liege *****.
An jedem Strandschirm befindet sich ein kleines farbiges Fähnchen, welches sich mittels Seilzug nach oben ziehen läßt. Dies ist ein Signal für die Strandbar, daß der Gast etwas zu Trinken wünscht. Ein Bediensteter erscheint kurz darauf und fragt nach den Wünschen. Allerdings sollte man den Leuten schon etwas zeit geben, denn immerhin ist das Strandareal relativ weitläufig und es kann schonmal etwas länger dauern, bis das Fähnchen wahrgenommen wird. Also nicht gleich "ausrasten" oder verärgert reagieren ;-). Der Service funktioniert jedenfalls gut.

- All-Inclusiv-Getränke beinhalten NUR einheimische Alkoholika (Biere, Weine etc.), die jedoch mit Ausnahme von Bier nicht genau genannt werden. Importierte Alkoholika müssen extra bezahlt werden (Cocktails wie "Bloody Mary" oder Mix-Getränke wie "Cuba Libre", Whisky, Rum, Wodka etc.) z.B. mit 65 L.E. (etwa 9 €). Hier ist für den Gast nicht zu erkennen, welche Getränke zum AI-Angebot gehören und welchen bezahlt werden müssen.**
Allerdings hat das positiv zur Folge, daß "Schlange stehen", Saufgelage und grölende Alkis absolut ausbleiben! *****

- Ebenfalls nicht zum AI-Angebot gehören exotische Dosengetränke, wie beispielsweise "Red Bull", der hier auch zu haben ist.
Die Dose kostet 35 L.E. (ca. 4 €).


Sport und Unterhaltung

- Gleich am ersten Tag am Strand konnten wir feststellen, daß die "frühaufstehenden Liegenreservierer" nicht so zahlreich sind, wie wir ursprünglich vermutet hatten. Natürlich gibt es sie auch hier, aber sie werden anscheinend vom Hotel im Zaum gehalten. Denn selbst nach dem Frühstück und später finden sich IMMER freie Liegen. Vielleicht nicht in der ersten Reihe, aber dafür woanders. Und selbst in der ersten Reihe finden wir am späten Morgen freie Liegen. Wir konnten als jeden Tag gemütlich ausschlafen, genüsslich und ausgiebig frühstücken und dann zum Strand schlendern. Wir waren immer gewiss, daß dort eine freie Liege auf uns wartet. Übrigens gehören zu jedem Sonnenschirm 3(!) Liegen und ein Windschutz ****.
Die Strandhandtücher werden ab 8 Uhr ausgegeben. Es gibt keine Handtuchkarten, es reicht die Angabe der Zimmernummer, manchmal braucht's nicht einmal das, und sie können zu jeder Zeit gegen frische getauscht werden. Es ist quasi ein ganz zwangsloser Kreislauf *****.
Die Pools und der Strand werden jeden Morgen nach Sonnenaufgang gründlich gereinigt, die Toiletten alle 30 Minuten *****.

- Was uns ebenfalls äußerst positiv aufgefallen ist, sind die fehlenden Strandverkäufer, die irgendwelche Ausflüge, Massagen oder anderes an den Mann/die Frau bringen wollen. PERFEKT! ***** Der Strandbereich ist zwar großflächig betoniert und mit einer relativ dünnen Schicht Sand überstreut (könnte mal höher aufgeschüttet werden), aber die fünf bis sechs Meter (ab der 1. Schrimreihe) bis zum Wasser sind tiefer und feiner Sand. Und Fische kommen bis in knöcheltiefe Wasser.

- Es fehlt auch an der nervigen Strandanimation ("Kikeriki...Aufstehen...etc.!") mit lauter Musik *****.  Natürlich gibt es auch hier ein Animationsprogramm (Boccia, Fußball, Volleyball etc.), aber das läuft so zurückhaltend ab, daß wir kaum etwas davon mitbekommen haben. Am Strand hat der Gast wirklich seine Ruhe *****.

- Im "Boat House", dem zum Hotel gehörenden Wassersportcenter kann sich der Gast täglich eine Schnorchelausrüstung (Flossen, Brille, Schnorchel) kostenlos ausleihen. Außerdem gehört zu den AI-Leistungen täglich 1 Stunde kostenloses Windsurfen und Segeln.
Bei 14-tägigem Aufenthalt sind das satte 14 Stunden - da kann der eine oder andere schon einiges lernen *****.

- Die abendliche Unterhaltung auf der Hotelbühne könnte unseres Erachtens noch weiter ausgebaut werden, weil sie sich alle drei bis vier Tage wiederholt (Bauchtanz, Alleinunterhalter, Derwisch). Was aber nicht bedeutet, das sie nicht gut wären. Es ist durchaus ein Augen- und Ohrenschmaus, den Tänzern und Sängern zuzusehen bzw. zuzuhören. Aber nach dem zweiten mal brauchten wir das nicht mehr.

- Die Anlage verfügt über ein Fitnessstudio, einen Massagebereich, einen Beauty-Shop (Haare schneiden, Rasieren, Dreadlocks, Henna-Tattoos etc.) sowie zwei Pools für Kleinkinder (einer 25 cm tiefe, der andere etwas tiefer) mit angrenzendem kleinen Spielplatz (mit Klettergerüsten)


Zimmer

- Die Möblierung der Zimmer (hier 1226) ist üppig, mit sehr viel Stauraum. Ein zweigeteilter Kleiderschrank mit drei Schubfächern, Regalfächern und elektronischem Safe, daneben ein Sideboard mit der Minibar, Gläsern, Flaschenöffner und Knabbereien (Taccos, "Bake Rolz" etc.), ein Doppelbett mit 2 Nachttischen, ein großes Sideboard mit 6 Schubfächern und einem Mittelfach, einem TV mit 4 deutschen Sendern (ARD, ZDF, RTL und RTL 2), einer 2er-Couch, einem Couchtisch sowie einem Sessel. Auf dem Balkon finden sich zwei Stühle und ein kleiner Beistelltisch. Neben dem Kleiderschrank (und über dem Sideboard mit der Minibar) befindet sich ein großer Spiegel, an der gegenüberliegenden Wand ein Ganzkörperspiegel. Die Klimaanlage läßt sich über drei Stufen und Temperaturregeler frei einstellen.

- Keine Zimmerschlüssel mit klobigen Anhängern, sondern 2 Magnetkarten im Scheckkartenformat - PERFEKT! *****

- Keine Toilettenbürsten im Zimmer. Diese müssen ausdrücklich angefordert werden und sollten eigentlich standardmäßig neben der Toilette stehen

- Uneingeschränkte Nutzung der Minibar bei All-Inclusiv (tägliche Auffüllung) *****
2x Wasser (Flaschen 0,33 l),
2x Coka Cola (Flaschen 0,3 l),
2x Coka Cola Light (Dosen 0,33 l),
2x Sprite (Flaschen 0,3 l),
1x Fanta (Dose 0,33 l),
2x Bier (Luxor (Dose 0,33 l) und Heinecken (Flasche 0,33 l)),
1x Schweppes (Flasche 0,3l),
1x Tomatensaft (Flasche 0,25 l),
2x Orangen-Nektar (Mini-Tetrapack),
2x Apfel-Nektar (Mini-Tetrapack),
1x Ananas-Nektar (Mini-Tetrapack),
2 Tüten gemischte Nüsse (Cashews & Pistazien)
sowie diverse Schokoriegel wie Mars, Twix u.a.

- Wasserkocher und eine täglich nachgefüllte Auswahl an Kaffee (Instant mit und ohne Koffein), Tee und Zucker (weiß und braun) *****

- Die Zimmer sind sauber, werden täglich gereinigt und die Handtücher (14 Stück in unterschiedlichen Größen)
sogar zweimal(!) am Tag gewechselt (morgens und abends) - ein dickes Lob und ein großes Danke an das Housekeeping-Team (im Besonderen an Mohamed vom abendlichen Roomservice) *****
Und wenn der Wäschereiservice mal etwas auf sich warten läßt, hat der nette Mensch von der Zimmerreinigung kein Problem damit, in der Wäscherei aunzurufen - und schwupps sind die gereinigten Kleidungsstücke da ( obwohl in solch einem Fall ja eigentlich die Rezeption/Guest Relation zuständig wäre). *****

- Bad mit Fön, Bidet (!), begehbarer Dusche mit Kopf- und Handdusche, 2 Bademäntel, fließend Heißwasser (auch im Bidet), einem riesigen Spiegel über dem Waschbecken, an der Wand rechts davon ein großer runder Spiegel, sowie ein Rasierspiegel links vom Waschbecken.*****

- Die Steckdosen sind für den Stecker eines Laptops oder Föns nicht geeignet und teilweise schwer zugänglich.
Es gibt zwar einen Adapter für die dicken Stecker (wegen des Wasserkochers), aber dieser ist mit Vorsicht zu genießen!
Ein eingesteckter Stecker sitzt locker und fällt leicht wieder raus. Wenn man z.B. seine Haare fönt und das Kabel pendelt,
fällt der Stecker ruckzuck wieder raus - also immer mit einem Fuß auf's Fönkabel stellen. Hier muß unbedingt Abhilfe geschaffen werden.


Service *****

- Der Service in diesem Hotel ist einfach unübertroffen. Der beste Service, den wir bisher (8. Ägypten-Urlaub) erfahren haben.
Das Personal war ständig bemüht, unseren Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Immer freundlich und hilfsbereit.
Unvergesslich sind die "Rezepte" der einheimischen Angestellten bei dem leidigen Übel der Diarrhoe, mit der viele Europäer in diesen Breitengraden zu kämpfen haben. Die von ihnen eigens zubereiteten Tees (z.B. schwarzer Tee mit Zitrone) waren sehr hilfreich.
Sie reißen sich quasi ein Bein für den Gast aus. *****

- Die Handtücher (14 Stück in unterschiedlichen Größen) werden sogar zweimal am Tag ausgetauscht - einmal vormittags mit der Zimmerreinigung und einmal Abends *****.

- In diesem Hotel sind gute Englischkenntnisse erforderlich (Hauptschulkenntnisse reichen aus). In dieser Sprache läuft die grundsätzliche Kommunikation. Vereinzelt trifft man auch auf deutschsprachige Angestellte (davon 1 oder 2 an der Rezeption), aber die sind eher selten. Aber das machen wir dem Hotel nicht zum  Vorwurf. Wenn ich bedenke, wieviele Nationalitäten in einem solchen Hotel gastieren, kann ich nicht erwarten, daß alle diese Sprachen auch von allen Angestellten gesprochen werden.
In einem international frequentierten Hotel muß man sich halt auf eine Hauptsprache einigen, und das ist nun mal Englisch als Weltsprache.
Wir waren allerdings freudig überrascht, als wir im Verlaufe unseres Aufenthaltes feststellen mußten, daß doch der eine oder andere Angestellte ziemlich gut mit der deutschen Sprache vertraut ist *****.

- Das Hotel verfügt über einen ansässigen Arzt mit einer kleinen aber gut ausgestatteten Praxis ("Clinic"). Einen Besuch empfehlen wir jedoch nur im wirklichen Notfall oder bei ernsthaften Verletzungen. Denn ein Besuch mit Behandlung schlägt grundsätzlich mit 60 € zu Buche. Hinzu kommen dann noch die verwendeten Salben, Wundpflaster und/oder -verbände, sowie eventuell verschriebene Medikamente. Beispiel: Schnittwunde unter dem Fuß durch ein Muschelfragment. 1. Besuch mit Behandlung (Wundsäuberung, Desinfektion und Pflaster) 60 € sowie verschriebenen Tabletten 33 € = 93 €. 2. Besuch mit Nachkontrolle und neuem Pflaster 60 € + 10 € = 70 €.
Bei drei Nachkontrollen kommen da summa summarum 303 € zusammen. Und der Gast geht natürlich in Vorkasse und muß sich nach dem Urlaub bei seiner Krankenkasse um die Rückerstattung kümmern. Also unbedingt die Belege aufheben.
Davon einmal abgesehen ist der Arzt fachlich sehr kompetent und mit einem deutschen Allgemeinmediziner vergleichbar. Der Gast ist also durchaus in guten Händen.


Strand und Pool

Das erste, das uns äußerst positiv auffiel, sind die fehlenden Strandverkäufer sowie das aus vielen Touristenbunkern bekannte Animationsprogramm *****. Kein "Kikeriki...und so weiter", keine "Strandläufer", die versuchen, den Touristen diverse Touren anzudrehen. Dies war eine neue und sehr erfreuliche Erfahrung für uns. Für unsere Begriffe ist das ein eindeutiges Plus für das Hotel *****!
Natürlich bietet das Hotel auch ein eigenes Animationsprogramm (Boccia, Fußball, Volleyball etc.), welches auch am Strand stattfindet. Das läuft jedoch so unauffällig ab, daß wir als Gäste an besagtem Strand jedoch uns nie gestört fühlten.

Über ständig früh morgens besetzte Strandliegen können wir uns an und für sich nicht ausdrücklich beschweren. Selbstverständlich gab's das auch hier, gerade in der "ersten Reihe", auch schon um 6 oder 7 Uhr. Aber zumindest während unseres Aufenthaltes hatten wir selbst um 10 Uhr niemals ein Problem, eine freie Liege in der zweiten oder dritten Reihe zu finden.
Und durch die versetzte Anordnung der Schirme, fällt es sowieso kaum auf, daß man "nur" in der zweiten Reihe liegt. Im übrigen ist es uns selbst nach dem Frühstück mehr als einmal gelungen, eine freie Liege "in der ersten Reihe" zu finden.

Positiv zu bemerken ist auch die Tatsache, daß die Toiletten alle 30 Minuten gereinigt werden *****.

Tipps

Ausflüge (alle über die Reiseleitung gebucht)

- "Inselträume" - Bootsfahrt, 3 Schnorchelstopps, Inselaufenthalt mit Baden, Angelstopp. Inkl. Mittag- und Abendessen sowie Getränke.
Diese Tour ist nicht empfehlenswert.
Das liegt zunächst an den Schorchelstopps. Schätzungsweise 10-15 Ausflugsboote ankern dicht beieinander und dementsprechend viele Menschen paddeln (teilweise rücksichtslos gegenüber anderen) im Wasser rum. Das ist nichts für unerfahrene Schnorchler. Bei jenen kann das unter Umständen leise Panikattacken auslösen. Und selbst ich, der ich mich als erfahrenen Schnorchler bezeichne (der je nach Örtlichkeit bis zu zweieinhalb Stunden rumschwimmt) setze mich von diesen Massen ab und schnorchle dann doch lieber alleinedurch die Gegend. Des weiteren ist der besagt Inselaufenthalt ähnlich den Schnorchelstopps: Massen von Touris tummeln sich in einem gesonderten Areal, was bei so manchem Platzangst auslösen könnte. Von Romantik keine Spur. Der Ort nennt sich "Mahmya" (wohl "Paradise Island"?).

- "Dolphin House" - Bootsfahrt, Schorcheln "Das Rote Meer und seine Bewohner"
Diese Tour ist nicht empfehlenswert.
Natürlich haben wir Delphine gesehen. Aber die Tour glich eher einer Treibjagd auf diese Meeresbewohner. Fünf bis Sechs Ausflugschiffe kreuzen in einem schätzungsweise 200x200m großen Areal eng durcheinander und die "Treiber" versuchen mit Schiffssirenen und schriller Pfeiferei die Delphine an die Meeresoberfläche zu locken. Natürlich tauchen diese hier oder dort mal auf, aber das wohl eher zum Luft holen, so hat es den Anschein (Kein Stern!).
Wir haben diese Tour mit dem Speedboat ("Wasser-Taxi") kombiniert, was der einzige positive Aspekt dieses Ausfluges war.
Denn die knapp 30-minütige Fahrt glich einem irren Ritt auf einem wildgewordenen Kamel. Keine noch so hohe Welle wurde ausgelassen - und die waren bei dem starken Wellengang auf der offenen See teilweise bis zu 2 Meter hoch. Der Aufprall auf den Wellentälern war jedesmal hart wie Stein. Die Fahrten mit dem Speedboat waren einfach grandios *****.

- ”Tauchtour” - Ausführende Tauchstation "Diving Ocean" im Hotel "Prima Life" an der Makadi-Bay.
Sehr empfehlenswerte Basis (klein aber fein und mit allem, was dazugehört) mit überaus kompetentem Chef und ebensolchen Guides (wie z.B. Andreas aus Österreich).

Unbedingt zu empfehlen ist eine über den Reiseveranstalter privat gebuchte Tagestour nach El Gouna außerhalb des angebotenen Ausflugsprogrammes. In unserem Fall mit "Schauinsland" für 40 € p.P.
Begleitet wurden wir (4-köpfige Familie) lediglich von einem deutschsprachigen Guide des Reiseveranstalters und dem Fahrer, niemand sonst (auch keine anderen Gäste). Den Bus hatten wir für uns und die Fahrt dauerte ca. 1 Stunde pro Strecke. Einziger fester Programmpunkt war eine knapp 1-stündige Bootsrundfahrt durch die Lagunen von El Gouna (auf einem Touristenboot mit anderen Gästen). Die ist aber kein Muß!  Der Rest des Aufenthaltes (ca. vier Stunden) stand zu unserer freien Verfügung. Es spielte keine Rolle, ob wir in einem Café ein Eis essen, in einem Restaurant speisen, in der Marina oder Downtown shoppen, oder einfach nur durch den Ort wandern wollten - der Guide richtete sich hier ganz nach unseren Wünschen und "ebnete" uns quasi den Weg durch die Shops oder z.B. den Besuch von Restaurants. Außerdem gab er wertvolle Tipps, was das Bezahlen in den Shops angeht und auch Erläuterungen zum Leben in El Gouna. Es blieb uns mehr als ausreichend Zeit, Fotos oder Videos zu machen. Dank unseres Guides haben wir beispielsweise kanpp 12 € beim Kauf von 4 Stangen einheimischer Zigaretten weniger bezahlt.

Wir empfehlen vor Abreise den Abschluß einer Auslandskrankenversicherung. Die bekommt man schon für knapp 10 € pro Jahr. Sollte wider Erwarten etwas Unverhofftes passieren, ist man damit immer auf der sicheren Seite, was die Rückerstattung der Auslagen angeht. Bei Einkäufen (egal welcher Art) immer mit einheimischer Währung zahlen, niemals mit Euros. Der Wechselkurs ist dann erheblich günstiger. Wir haben so beispielsweise beim Kauf von 4 Stangen einheimischer Zigaretten knapp 12 Euro gespart (Dank der Tipps unseres Guides auf der El Gouna-Tour).

Außerdem empfehlen wir eine ägyptische Prepaid-SIM-Karte für's leidige Handy. Die kriegt man z.B. über Ebay für 10-15 € (u.U. mit Restguthaben). Damit sind die Kosten für Gespräche & SMS nach Deutschland, sowie die Online-Zeiten für Emails, Facebook, What's App etc. um Längen preiswerter als die Roaminggebühren einer deutschen SIM-Karte. Ich habe eine Karte von Vodafone genutzt, möglich ist aber auch eine SIM vom ägyptischen Anbieter "etisalat". Die Vodafone-SIM läßt sich problemlos im Vodafone-Shop in der Senzo-Mall, an jedem ATM-Geldautomaten und in jedem Shop mit dem "Fawry"-Zeichen aufladen. Ähnlich geht's mit der etisalat-SIM.
Die Erreichbarkeit/Netzabdeckung ist genauso gut wie in Deutschland. Allerdings sollte man sich darauf einstellen, daß die Anbieterinformationen/Info-Nachrichten auf arabisch sind. Aus den übermittelten Zahlenwerten in den SMS sind jedoch verbrauchte Einheiten bzw. das Restguthaben problemlos herauszulesen*****.
- Selbstverständlich ist es auch möglich per Zimmertelefon über das Festnetz ins Ausland zu telefonieren, allerdings haben wir das nicht genutzt und kennen daher die Gebühren nicht.

Zu guter Letzt sollte sich jeder Urlauber, der einen "feinfühligen" Magen hat, bereits in Deutschland oder unmittelbar nach der Ankunft das Medikament "Antinal" besorgen. Dabei handelt es sich um ein Breitband-Darm-Antiseptikum in Kapselform, welches bei Diarrhoe und Gastroenteritis eingenommen wird. Es ist das Standardmittel bei dieser Art von Beschwerden und kostet z.B. in der Senzo-Mall 10 L.E. (circa 1,30 €). Medikation: 4 Stück über den Tag verteilt. Bei der allerersten Einnahme 2 Stück auf einmal. In unserem Fall hat es die "Guest Relation" fertiggebracht, extra einen Boten nach Hurghada zu schicken, um dieses Medikament zu besorgen - klasse Service *****! Interessante Information von unserem "Medizinmann" im Main-Restaurant: Diarrhoe hat ihre Ursache zu 60% aus dem ständigen Wechsel von Warm und Kalt (Zimmerfußboden und/oder laufende Klimaanalage) und zu 40% aus der Ernährungsumstellung (europäische Zubereitung auf einheimische Zubereitung). Natürlich wurden uns von den im Main-Restaurant tätigen Angestellten auch “Schwarzer Tee mit Zitrone” zur Linderung angeboten, den wir selbstverständlich annahmen.



Danksagung

An dieser Stelle möchte wir uns bei allen Angestellten des Hotels dafür bedanken, daß sie uns einen so angenehmen Aufenthalt ermöglicht haben. Unser besonderer Dank geht an die Crew vom
"L'Abydos Brasserie Restaurant":

Baher (unser netter “Medizinmann”), Rafaad, Wael, Ibrahim, Mahmoud, Ahmed, Yasser und alle anderen, deren Namen wir vergessen haben, uns zu notieren.

Außerdem bedanken wir uns ganz herzlich bei “Tom”, dem außerordentlich netten Fotografen im Hotel, für eine rundum gelungene und professionelle Fotosession. Die zahlreichen Fotos, die wir mit nach Hause nehmen konnten, sind von allen Betrachtern mit großer Begeisterung in Augenschein genommen worden.
 

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(Wer Tippfehler findet, darf sie behalten!)

Aussenansichten
Frühstücks-Buffet
Hafen von Hurghada
Hotel Mövenpick El Gouna
Hotel kempinski Soma bay
Innenansichten
Strand & Meer
Ausflug "Dolphin House"
El_Gouna_Thumb

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Die folgenden Bilder stammen von einer CD des “La Résidence Des Cascades”, die mir freundlicherweise vom Hotel überlassen wurde.

La Résidence Recreation
Thalasso TMC The Cascades

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