Kuli

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             Polit-Pranger

 

 

 

Auf dieser Seite werde ich in unregelmäßigen Abständen die deutsche Politik anprangern.

 

EXPRESS vom 13.Juli 2007, Seite 2:

Thema Nebenjobs unserer Politiker. Als Beispiel wird Friedrich Merz angeführt: acht (!) Nebenjobs der Stufe 3
(mehr als 7.000 Euro im Jahr). Bei acht Jobs macht dies 56.000,- Euro im Jahr bzw. 4.666,66 Euro pro Monat -
nur durch Nebenjobs !!!
Dabei sind die angebenen 7.000,- Euro nur die Untergrenze. Wieviel er tatsächlich einsackt, weiß nur er selbst.
Laut "manager-magazin" vom 11.07.2007 sind dies nach vorsichtigen Schätzungen für 2006 Nebeneinkünfte
in Höhe von über einer viertelmillion Euro. Hinzu kommen die Honorare aus seiner Anwaltstätigkeit in der Kanzlei
"Mayer, Brown, Rowe & Maw" (schätzungsweise mindestens 100.000 Euro).
Wozu braucht dieser Mensch noch sein Bundestagsmandat. Er sollte rausgeschmissen werden. Punktum.
Er ist kein Volksvertreter, sondern ein perfider Abzocker am deutschen Volk, das ihn einst leider zu seinem
Posten verhalf.  Objektiv und unparteiisch gegenüber Interessen der Wirtschaft ist dieser Mensch nicht mehr.

Nebenverdienste jeder Art sollten für (vom Volke gewählte) Politiker grundsätzlich und von Gesetzes wegen
verboten werden. Sie sollten sich ausschließlich dem Wohle des Volkes widmen und ihr Wirken in das Erreichen
dieses Zieles investieren - und nicht in das Sammeln von Nebenjobs. Und er ist ja nicht der einzige Raffzahn.
Volksvertreter vertreten das Volk (wie das Wort schon sagt) - und nicht sich selbst (wie es mittlerweile Mode ist)

Und wo die Bereicherung der Politiker an den deutschen Steuergeldern unter anderem endet, steht auf der selben
Seite gleich daneben: "Rentenplus nicht erreicht" - Da wird von Sozialverbänden eine Rentenerhöhung von rund
0,5% (!) bemängelt, dass sei zu wenig. WOW - soviel kriegen unsere Omas und Opas mehr?
Da fragt 'man' sich, wie 'die da in Berlin' noch ruhig schlafen können?

Was ein Politiker offiziell für seine Abgeordnetentätigkeit ‘verdient’ (“Entschädigung” wird das genannt),
kann hier nachgelesen werden.


November 2010:

Durch die aktuelle Presse geistert zur Zeit die Forderung, die deutsche Sprache im Grundgesetz zu verankern.
DAS ist doch mal ein willkommenes Ereignis. In vielen anderen Ländern ist das in den verfassungsgebenden 
Gesetzen festgeschrieben (Bsp. Frankreich, Österreich, Schweiz). Warum also nicht auch in Deutschland ?
Unsere Amstsprache ist deutsch, sie ist unsere Muttersprache und sie sollte vor der Verunstaltung anders-
sprachiger Begriffe geschützt werden. Mittlerweile sind wir schon soweit, daß beispielsweise etliche englisch-
sprachige Begriffe Eingang in unseren  alltäglichen Sprachgebrauch gefunden haben und “eingedeutscht”
wurden: canceln, covern, downloaden, chillen, recyclen usw. (siehe auch www.aktionlebendigesdeutsch.de),
sogenannte Anglizismen.
Viele sind durchaus nützlich und im täglichen Sprachgebrauch von Vorteil (wie z.B. Job, Sex, Steak u.a.), und sie
finden nicht umsonst auch Eingang in den Duden.
Der Gipfel dieser Entwicklung sind jedoch die hochgradig überzogenen Berufsbezeichnungen in vielen Stellenanzeigen:

 Asset Manager  =  Vermögensverwalter   [nur sehr bedingt: im englischen Sprachgebrauch heißt ein
 Vermögensverwalter Administrator/Custodian/Curator Bonis/Fund Manager/
Property Administrator/Trust Manager/Manager Of An Estate.
Oder siehe hier:  http://en.wikipedia.org/wiki/Asset_management_(disambiguation)]

Chief Executive Officer (CEO) =  Vorstandschef
Nourishment Production Assistant  =  Küchenhilfe
   (wörtlich Ernähungs-Produktionsassistent)
Environment Improvement Technician =  Putzfrau/Putzmann   (und Gebäudereiniger)
Facility Manager  =  Hausmeister   (eigentlich Gebäudetechniker. Findet sich sogar bei der Agentur für Arbeit)
Master of Welcome  =  Pförtner   (eigentlich Janitor/Porter/Gatekeeper/Gateman/Doorman/Concierge)
Media Distribution Officer  =  Zeitungsbote   (Bote eigentlich “Delivery Boy/Delivery Man”)
Office Manager  =  Sekretär/in   (stimmt nicht - eigentlich ein/e Büroleiter-/Geschäftsstellenleiter-in)
Vision Clearance Engineer  =  Fensterputzer   (frei erfunden: Vision steht in keinem Zusammenhang mit Fenstern,
Clearance hat nichts mit Säuberung zu tun und Engineer ist ein Ingenieur/Techniker.)
Waste Removal Engineer  =  Müllmann   (gibt’s im Englischen nicht, nur Waste Management Engineer,
und das ist kein Müllmann. Siehe auch PayScale.com)

Junior Clerk  =  Bürobote   (kann so stehenbleiben: Bürogehilfe/-in, jüngere/r Büroangestellte/r)
(Quelle: BILD vom 9.11.2010)

Non Profit Manager  =  Ehrenamtler
Listbroker  =  Adressensammler
Mystery Fair Visitor  =  u.a Tester der Freundlichkeit des Service-Mitarbeiter auf Messen
Domestic Engineer  =  Hausfrau/Hausmann
Knowledge Navigator  =  Lehrer/-in
Flueologist  =  Kaminkehrer
Head Of Verbal Communications  =  Sekretärin
Petroleum Transfer Engineer  =  Tankwart
Foot Health Gain Facilitator  =  FußPfleger/-in
Cash Relation Officer  =  Bankier
Revenue Protection Officer  =  Fahrkartenkontrolleur
Technical Horticultural Maintenance Officer  =  Gärtner
Space Konsultant  =  Immobilienmakler
Dispatch Services Facilitator  =  Postler
Stock Replenishment Adviser  =  Regalauffüller
Wastewater Treatment Officer  =  Klärwerker
Crockery Cleansing Operative  =  Tellerwäscher
Coin Facilitation Engineer  =  Mautkassierer
(Quelle: RP-Online)


Früher wußte eigentlich jeder, welche Tätigkeiten ein Hausmeister ausübt, was er können oder was er wissen muß.
Aber heute weiß kaum einer was ein Facility Manager macht. Und wer kaum Englisch spricht bzw. versteht, der ist
aufgeschmissen ohne Wörterbuch. Und wer sich die Erläuterungen von der Agentur für Arbeit durchliest, kommt nie
auf die Idee, daß sich dahinter der Job eines Hausmeisters verbirgt.

Ob obengenannte Berufsbezeichnungen tatsächlich Eingang in reale Stellenangebote finden mag dahingestellt bleiben,
aber zu suchen haben sie da rein gar nichts. Denn nicht einmal in England mag man sich damit nicht auseinandersetzen.
(siehe z.B. hier http://www.plainenglish.co.uk/examples/job-titles.html)
Für mein Verständnis sind diese abstrusen Berufsbezeichnungen zumindest für den deutschen Markt die reinste
Verballhornung an allen Arbeitssuchenden. So etwas sollte von höchster Stelle unterbunden werde. Ich habe mir nicht die Mühe gemacht, allen oben angegebenen Berufsbezeichnungen nachzuspüren. Das werde ich wohl an einem ruhigen Tag nachholen. Bis dahin reicht das Beispiel des Facility Managers aus.


Siehe auch:

http://de.wikipedia.org/wiki/Anglizismus
http://www.focus.de/wissen/bildung/tid-6684/sprache_aid_64704.html
http://www.focus.de/schule/lernen/lernatlas/fremdsprachen/tid-13890/sprachverwirrung-lets-speak-deutsch_aid_383595.html


Anmerkung: die kursiv gesetzten Zeilen habe ich hinzugefügt.
 

...wird fortgesetzt...